3DZ Publishing unter die Lupe genommen – 3dz.com
Aktualisiert am: 23.06.2026
3DZ Publishing (ehemals bekannt als „3D Zeitschrift") ist ein deutsches Softwareunternehmen, das Verlagen und Redaktionen ermöglicht, ihre Printmagazine ohne Programmierkenntnisse in ePapers für iPhone und iPad umzuwandeln. Dieser Testbericht beleuchtet das Produktportfolio, die Stärken – und die Schwächen des Anbieters.
Wer steckt hinter 3DZ?
Gegründet wurde das Unternehmen von Holger Meier, der heute als CEO fungiert. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 2002 zurück: Damals entwickelte Meier mit „Mailability" ein Programm für die Verlagswelt. 2006 begann die Entwicklung einer ausgereiften App zur Erstellung von E-Papers aus PDFs. Seit 2010 operiert das Unternehmen unter dem Namen 3DZ – hervorgegangen aus der von Meier ebenfalls gegründeten GmbH „Visible Vibrations". Der Fokus liegt seither klar auf der digitalen Darstellung von Printmagazinen auf mobilen Apple-Geräten.
Das Produktportfolio im Überblick
3DZ bietet vier verschiedene Plattformen für iPhone und iPad an, jeweils mit drei wählbaren Optionen. Das gibt Verlagen und Redaktionen einen gewissen Spielraum, je nach Budget und Anforderung das passende Paket zu wählen. Im Mittelpunkt steht die Publishing-Software „3DZ.create" – eine cloudbasierte Lösung, die als Einstiegsprodukt positioniert ist.
3DZ.create: PDF zu ePaper ohne Programmierkenntnisse
Das Kernversprechen von 3DZ.create ist schnell erklärt: Wer eine PDF-Datei seines Magazins oder Textes besitzt, kann diese ohne technisches Vorwissen in ein interaktives E-Paper verwandeln. Die drei wählbaren Unterkategorien bauen aufeinander auf:
3DZ.replica: Das Grundmodell – direkte Umwandlung der PDF in ein ePaper.
3DZ.enhanced replica: Ermöglicht zusätzlich die Einbindung von Sounds, Videos und Bildergalerien.
3DZ.digital only: Die Premiumvariante mit vollumfänglicher Unterstützung digitaler Medien – inklusive SWF-Dateien.
Für Verlage, die ihre Reichweite ausbauen möchten, ist es ohnehin sinnvoll, verschiedene Publishing-Wege zu kombinieren. Wer beispielsweise parallel zur App-Lösung ein breites Online-Publikum ansprechen will, kann ergänzend eine Plattform wie eigene iOS-App für digitale Magazine erstellen in Betracht ziehen – Yumpu bietet hier ebenfalls Lösungen, die PDFs in interaktive digitale Magazine überführen und dabei Google-Indexierung sowie Social-Media-Teilbarkeit mitliefern.
Wer sich noch umfassender über iPad Publishing Software informieren möchte, findet im Vergleichsartikel appmeisterei im Test: iPad Publishing mit TABLOO einen weiteren Anbieter im Detail beleuchtet.
3DZ.spread: Die eigene Vertriebsplattform
Neben der Erstellungssoftware bietet 3DZ mit „3DZ.spread" auch eine eigene Vertriebsplattform für die generierten ePapers an. Im Prinzip handelt es sich um einen digitalen Kiosk, in dem Endverbraucher stöbern, entdecken und kaufen können. Die erstellten Magazine erreichen so nicht nur bestehende Abonnenten, sondern potenziell auch neue Leser im Web sowie auf iPhone und iPad.
3DZ.sell: Zahlungsabwicklung integriert
Das Verkaufstool „3DZ.sell" übernimmt über ein Inlinesystem die gesamte Zahlungsabwicklung – vom Einzelkauf bis zum Abo-Modell. Verlage können Einzel- und Abopreise selbst festlegen; den Rest erledigt die Plattform automatisch. Das ist besonders für kleinere Redaktionen interessant, die keinen eigenen Shop betreiben möchten.
Für Verlage, die ihr digitales Magazin zusätzlich kostenlos zugänglich machen oder als Leadmagnet nutzen wollen, lohnt sich übrigens ein Blick auf YUMPU: Dort lässt sich ein Flipbook direkt in die eigene Website einbetten, im E-Mail-Footer verlinken oder auf Social Media teilen – ohne aufwendige technische Integration. Jetzt kostenlos auf Yumpu starten und testen, wie einfach digitales Publishing sein kann.
3DZ.know: Analyse und Leserverhalten verstehen
Das Analysetool „3DZ.know" rundet das Portfolio ab. Es liefert Einblicke in Surf- und Lesegewohnheiten, Interessen und Wünsche der ePaper-Leser. Konkret: Besucherzahlen, Verweildauer, verwendete Suchbegriffe, externe Links und eingereichte Kommentare werden in übersichtlichen Grafiken und Listen aufbereitet. Für Verlage, die ihre Zielgruppe besser verstehen und Inhalte datengestützt weiterentwickeln wollen, ist das ein wertvolles Werkzeug.
Wer darüber hinaus auch digitale Zeitschriften speziell für das iPad produzieren und verbreiten möchte, findet unter digitale Zeitschriften für das iPad erstellen weiterführende Informationen zu Möglichkeiten und Anbietern.
Die Website von 3DZ: Übersichtlich, aber lückenhaft
Die Anbieterhomepage unter 3dz.com präsentiert sich aufgeräumt und nutzerfreundlich. Das Konzept ist stimmig und die Produktpalette logisch strukturiert. Trotzdem bleiben nach einem Besuch der Startseite Fragen offen: Insbesondere fehlen konkrete Angaben dazu, welche Features das Premiumprodukt „3DZ.digital only" gegenüber der Basisversion tatsächlich auszeichnen. Die Formulierungen bleiben an entscheidenden Stellen unscharf.
Preise: Nur auf Anfrage erhältlich
Ein spürbarer Schwachpunkt ist das vollständige Fehlen von Preisangaben auf der Website. Auch eine grobe Preisspanne oder ein Mindestwert würde potenziellen Kunden helfen, vorab einzuschätzen, ob das Angebot zum eigenen Budget passt. So bleibt nur der Weg über das Kontaktformular oder die „Hotline" – wobei ein Klick auf den Hotline-Button nicht zu einer zentralen Servicenummer führt, sondern zu den Einzelprofilen der Mitarbeiter. Erreichbarkeitszeiten sind dabei nicht angegeben.
Etwas mehr Transparenz findet sich im Support-Bereich der Website: Dort gibt es einen gut ausgebauten FAQ-Bereich inklusive Hilfevideos sowie detailliertere Produkterklärungen, die man eigentlich bereits auf der Startseite erwartet hätte. Preise sind jedoch auch hier nicht zu finden.
Fazit: Solide iPad Publishing Software mit Optimierungsbedarf
3DZ adressiert ein reales Bedürfnis: Immer mehr Leser konsumieren Zeitschriften digital, und kleinere Verlage verfügen selten über eine eigene Onlineabteilung mit dem nötigen Entwickler-Know-how. Die cloudbasierte iPad Publishing Software von 3DZ schließt diese Lücke und ermöglicht es, digitale Magazine schnell und ohne Programmierkenntnisse aus PDFs zu erstellen. Das integrierte Ökosystem aus Erstellung, Vertrieb, Zahlungsabwicklung und Analyse ist dabei ein echtes Plus.
Die fehlende Preistransparenz und die unvollständige Produktkommunikation auf der Startseite sind jedoch Hürden, die eine spontane Kaufentscheidung erschweren. Wer das Thema digitales Magazin erstellen ernsthaft verfolgt, sollte mehrere Anbieter vergleichen und gezielt auf Anfrage gehen.
FAQ: 3DZ Publishing – Häufige Fragen zur iPad Publishing Software
Was ist 3DZ Publishing?
3DZ (auch bekannt als „3D Zeitschrift") ist ein deutsches Softwareunternehmen, das Verlagen und Redaktionen cloudbasierte Tools anbietet, um Printmagazine als ePapers für iPhone und iPad zu veröffentlichen. Das Unternehmen wurde von Holger Meier gegründet und firmiert seit 2010 unter dem Namen 3DZ.
Brauche ich Programmierkenntnisse, um 3DZ zu nutzen?
Nein. Das Einstiegsprodukt „3DZ.create" ist ausdrücklich für Einsteiger ohne technisches Vorwissen konzipiert. Es reicht aus, eine PDF-Version des Magazins hochzuladen, um daraus ein ePaper zu generieren.
Welche Unterschiede gibt es zwischen den 3DZ-Produktvarianten?
„3DZ.replica" ist das Grundmodell für die reine PDF-zu-ePaper-Umwandlung. „3DZ.enhanced replica" ermöglicht zusätzlich Multimedia-Inhalte wie Videos und Sounds. „3DZ.digital only" ist die Premiumvariante mit vollständiger Unterstützung digitaler Medienformate inklusive SWF-Dateien.
Wie funktioniert der Vertrieb der erstellten ePapers?
Über die Plattform „3DZ.spread" können Verlage ihre ePapers in einem digitalen Kiosk anbieten. Endverbraucher können dort stöbern, entdecken und kaufen – sowohl im Web als auch auf iPhone und iPad.
Übernimmt 3DZ auch die Zahlungsabwicklung?
Ja, das Tool „3DZ.sell" integriert ein Inlinesystem für die vollständige Zahlungsabwicklung. Verlage können Einzel- und Abopreise selbst festlegen; alle Transaktionen laufen automatisiert über die Plattform.
Welche Analysemöglichkeiten bietet 3DZ?
Das Analysetool „3DZ.know" liefert Daten zu Besucherzahlen, Verweildauer, Suchbegriffen, externen Links und Leserkommentaren. So können Verlage ihre Inhalte gezielt weiterentwickeln und Marktpotenziale besser ausschöpfen.
Sind die Preise von 3DZ öffentlich einsehbar?
Nein – auf der 3DZ-Website werden keine Preise genannt. Interessenten müssen das Unternehmen direkt per Kontaktformular oder Telefon kontaktieren, um ein individuelles Angebot zu erhalten.
Für wen ist 3DZ Publishing geeignet?
Das Angebot richtet sich vor allem an Verlage, Redaktionen und Unternehmen, die ihre Printmagazine ohne eigene IT-Abteilung digital auf Apple-Geräten veröffentlichen möchten. Auch Entscheider, die Publishing-Software evaluieren, finden im Produktportfolio von 3DZ einen interessanten Kandidaten.
Gibt es Alternativen zu 3DZ für digitale Magazine?
Ja, der Markt für iPad Publishing Software ist vielfältig. Anbieter wie Yumpu, appmeisterei oder andere E-Paper-Lösungen bieten vergleichbare Funktionen – zum Teil mit stärkerer Fokussierung auf Web-Publishing, Social-Media-Integration oder Google-Indexierung der Inhalte.
Kann ich mein ePaper auch auf der eigenen Website einbetten?
3DZ fokussiert sich primär auf die Verbreitung über die eigene Plattform „3DZ.spread" und die nativen Apps. Wer sein digitales Magazin zusätzlich direkt auf der eigenen Website einbetten oder im E-Mail-Footer verlinken möchte, sollte ergänzende Publishing-Lösungen prüfen, die speziell diese Use Cases unterstützen.

